Bundesforum Männer: Fachforum „Sorgende Männer – zwischen Selbstsorge und Pflege“, am 04.04.2019 von 10:30 bis 16:30 Uhr in Kassel

Veranstaltungsort: Event- und Tagungszentrum Kassel, Wilhelmshöher Allee 256, 34119 Kassel (gegenüber ICE-Bahnhof KS-Wilhelmshöhe)Ist Sorgen ein neuer Megatrend im Wandel männlicher Selbstbilder und gelebter Männlichkeiten? „Caring Masculinities“ als Schlagwort von individuellen und gesellschaftlichen Sorgepolitiken beschreibt die Veränderungen, die sich in den Feldern professionelle Pflege, Angehörigenpflege und männliche Sorge und Selbstsorge beobachten lassen. Was bedeutet diese neue Verantwortung von Männern in Sorge und Selbstsorge für die berufliche Praxis der Pflege, für die Ausgestaltung von Partnerschaften und neuen sozialen Nachbarschaften, für die Entwicklung männlicher Identitäten im Lebensverlauf. Die Impulse und Workshops des Fachforums wollen die neuen Entwicklungen fachlich wie interdisziplinär beleuchten und diskutieren. Das Bundesforum Männer möchte Akteur_innen und Expert_innen miteinander vernetzen und zu neuen Sichtweisen und politischen Handlungsempfehlungen und Maßnahmen im Feld des Sorgens und der Geschlechterverhältnisse beitragen.Das vorläufige Kurz-Programm des Fachforum „Sorgende Männer – Selbstsorge und Pflege“ entnehmen Sie bitte dem Anhang bzw. dem u.st. Link.Das aktuelle Programm finden Sie unter
https://bundesforum-maenner.de/event/fachforum-sorgende-maenner-zwischen-selbstsorge-und-pflege/ Bitte melden Sie sich an unter:
https://bundesforum-maenner.de/anmeldung-fachforum-sorgende-maenner-selbstsorge-und-pflege/

 

Männer* als Opfer von Partnerschaftsgewalt

Laut den offiziellen Zahlen des Bundeskriminalamts zur Gewalt in Partnerschaften gab es 2017 rund 140.000 Opfer von versuchten und vollendeten Delikten der Partnerschaftsgewalt. Rund 82 % der Opfer sind Frauen* und 18 % Männer*. Frauen* sind nach wie vor von Partnerschaftsgewalt am stärksten betroffen. Dennoch: Auch Männer* sind eine relevante Betroffenengruppe. Männliche Verletzbarkeit und Hilfsbedürftigkeit, insbesondere im Bereich der Partnerschaftsgewalt, ist gesellschaftlich immer noch tabuisiert und wenig anerkannt. Gewalt und Gewalterfahrungen werden bei Männern* oftmals selbstverständlich hingenommen und als Teil männlicher Identität erachtet, auch von den betroffenen Männern selbst. Beratungsstellen für männliche Opfer von Partnerschaftsgewalt gibt es nur wenige und diese sind chronisch unterfinanziert. Nicht alle Beratungsstellen in der Opferhilfe haben eine männerspezifische Perspektive. Schutzwohnungen für Männer lassen sich an wenigen Händen abzählen. Das Bundesforum Männer fordert daher auf bundes-, landes- und kommunaler Ebene qualifizierte und niedrigschwellige Hilfestrukturen für betroffene Männer*, die gender-und männlichkeitsreflektiert arbeiten.
https://bundesforum-maenner.de/2018/11/maenner-als-opfer-von-partnerschaftsgewalt/

 

Ein interessantes Fortbildungsangebot von den Kollegen* aus Hamburg

Am Donnerstag den 04.04.19 findet von 10-17 Uhr ein Fortbildungstag zum Thema "Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*- und Männer*arbeit. Fortbildungstag für Pädagog_innen in der Jungen*- und Männer*arbeit." statt. In der eintägigen Fortbildung zum Thema „Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*- und Männer*arbeit“ fokussieren wir uns im Wesentlichen auf zwei Aspekte:

  • Wer ist unsere Zielgruppe „Jungen* und Männer*“? Was könnten ihre Bedürfnisse sein? Welche Lebenslagen können eine Rolle in der pädagogischen Arbeit sein? Und wie ändert sie die Zielgruppe und ggf. die Bedürfnisse an die Arbeit und die Anforderungen an die Pädagog_innen, wenn trans* und nicht- binäre Jungen* und Männer* mitgedacht und aktiv eingeladen werden?
  • Wie erfolgt die Kommunikation der Zielgruppe und die Haltung des Trägers dazu nach außen? Wie kann dies ggf. Eltern und Erziehungsberechtigten gegenüber kommuniziert werden?

Teil der Diskussion des Tages sind neben den oben genannten Aspekten, die Wissensvermittlung rund um das Thema trans* und die beginnende Klärung der eigenen Haltung. Vorbehalte und Unsicherheiten sind willkommen und werden wohlwollend mit aufgegriffen. Der Fortbildungstag richtet sich an Pädagog_innen in der Jungen*- und Männer*arbeit.

Wann: Donnerstag 04.04.2019 von 10-17 Uhr
Wo: Jungenarbeit Hamburg e.V., Bramfelder Straße 102 B, 22305 Hamburg
Kosten: 75 €
Anmeldung: bis 14.03.2019 bei hahne (at) jungenarbeit.info
Biografische Angaben: Alexander Hahne

  • arbeitet im Bereich der sexuellen Bildung (www.talk-about.info),
  • ist Trainer für trans* spezifische Sensibilisierungsarbeit und
  • Leiter von Workshops rund um die Themen Körpererfahrung und Bewegung, Medizinischer Fitnesstrainer und hat langjährige Erfahrung und Fortbildung in Tanz und kreativen Ausdrucksformen.

    * Erklärung: Der * hinter Jungen*, Männern* und trans* steht für Vielfalt in der Geschlechtsidentität und dem erleben des eigenen Körpers.

 

Leitfaden zum Thema Sicherheit von queeren Personen im Internet

73% der LGBTQs aufgrund werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität im Internet angefeindet und schikaniert werden? Ein Leitfaden soll nun Betroffenen dabei helfen, sich gegen diese Anfeindungen zu wehren und sich davor zu schützen. Darin werden konkrete Tipps und praktische Anweisungen für alle nur erdenklichen Situationen gegeben.
https://de.vpnmentor.com/blog/die-meiste-lgbtqs-sind-opfer-von-cybermobbing-so-bleibst-du-online-sicher/

 

Aus der Bildungsstätte Anne Frank

Streitbar - Themen, die bewegen. Monatliche Diskussionsreihe: "Heimat – German Dream oder Albtraum?"
Donnerstag, 7. März, 19 Uhr
Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main
Eintritt Frei

Wir wollen nicht dabei zusehen, wie Konflikte in den Echokammern der Sozialen Netzwerke verschwinden. Darum laden wir am ersten Donnerstag im Monat zu unserer Diskussionsreihe "Streitbar" ein: Hier feiern wir die Debatte, hier treffen wir spannende Gäste zu strittigen Fragen.
Bei der ersten Streitbar diskutieren wir mit der Journalistin und Autorin Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine, taz, Sammelband "Eure Heimat ist unser Albtraum"), dem Anwalt und Autor Dr. Sergey Lagodinsky (Jüdische Gemeinde zu Berlin sowie Bündnis 90/ Die Grünen) und Moderatorin Hadija Haruna-Oelker über das Thema "Heimat", das auch unter Migrant*innen, Jüdinnen und Juden, Schwarzen Menschen und People of Color umstritten ist: Für die einen lockt ein neues deutsches Integrationsversprechen mit Chancen auf Anerkennung und Aufstieg. Für die anderen verbirgt sich hinter einem weichgespülten Zugehörigkeitsfeeling die hässliche Fratze von völkischem Nationalismus, Hass und Gewalt.
https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/downloads/Streitbar_Marz_2019.pdf

 

Neues Buch von Reinhard Winter „Wie Jungen Schule schaffen“ erschienen

Der Ratgeber von Reinhard Winter befasst sich mit der Rolle der Eltern, die sie für das Schulleben ihrer Jungen* haben und wie die Eltern dadurch zum Schulerfolg ihrer Söhne* beitragen können. Dabei geht es nicht um Unterstützung im Sinn von Hausaufgaben begleiten, kontrollieren oder gemeinsam Referate vorbereiten, sondern darum, die elterliche Haltung zu verändern oder weiterzuentwickeln, sodass sie zum Jungen* und seiner jeweiligen Entwicklungsphase passt.

 

Fortbildungen und Fachtagungen in anderen Bundesländern

Im Folgenden möchten wir auf einige interessante Fachtagungen/Fortbildungen außerhalb Hessens hinweisen, die folgende Themen behandeln:
- Sexualität und Gewalt in jungen Lebenswelten
- Sozialpädagogisches Arbeiten mit jungen Menschen mit Radikalisierungstendenzen
- Gewagte Männlichkeit – Mehr Risikokompetenz für Jungen

Nils Pickert von pinkstinks zu kritischen Vorwürfen gegen den Feminismus

Immer wieder, so Nils Pickert von der Initiative "Pinkstinks", gibt es Vorwürfe an den Feminismus. Ob er die Frauen überhaupt noch mitnähme, was das überhaupt solle. Dazu noch viele Unterstellungen. Er findet, es ist an der Zeit, den Feminismus zu verteidigen. Teil 1:
https://pinkstinks.de/feminismus-eine-verteidigung/

 

Einladung zum 4. Vernetzungstreffen der Jungenarbeit in Hessen – „Jungenarbeit 2019 - Was geht?“

Liebe Kollegen*, am 20.05.2019 findet in den „Hoffmanns Höfen“ in Frankfurt am Main, das vierte Vernetzungstreffen zur Jungenarbeit in Hessen statt.
Dieses vierte Treffen richtet sich an Personen, die bereits vor Ort Arbeitskreise zur Jungenarbeit/Jungenpädagogik aufgestellt haben, besuchen oder in Zukunft vorhaben, Jungenarbeit vor Ort zu vernetzen. Dieses Mal werden wir verstärkt den Fokus auf den Austausch vor Ort legen, so wie Ihr es in den Rückmeldungen zum letzten Treffen angegeben habt.
Als Input am Nachmittag wird sich das Projekt „ HeRoes OFFENBACH“ vorstellen. HeRoes beschäftigt sich mit männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 21 Jahren aus Kreis und Stadt Offenbach. Die Jugendlichen treffen sich wöchentlich, um zusammen mit den Gruppenleitern über Themen wie Ehre, Unterdrückung, Jungfräulichkeit, Gleichberechtigung oder Religion zu diskutieren. Sie reflektieren ihre Meinungen und Einstellungen zu den besprochenen Themen und werden nach einer Ausbildungsphase zu HeRoes zertifiziert, um im zweiten Schritt, Workshops an Schulen anzubieten.
Ausschreibung und Anmeldung (PDF)

 

Stadt Stuttgart veröffentlicht neue Leitlinien der Kinder und Jugendhilfe zur geschlechtersensiblen Arbeit

Die Leitlinien bilden die Grundlage für eine geschlechtersensible Arbeit mit Mädchen*/jungen Frauen* und Jungen*/jungen Männern*. Sie wenden sich sowohl an die freien und öffentlichen Träger/innen in ihrer Verantwortung für die strategische und fachliche Ausrichtung ihrer Angebote, als auch an die Praxis der Kinder-und Jugendhilfe. Die Leitlinien geben zunächst einen Überblicküber die Prinzipien geschlechtersensiblen Arbeitens in Stuttgart. Außerdem werden sowohl Ziele und Aufgaben als auch wichtige strukturelle Standards für eine gelingende Mädchen*-und Jungen*arbeit benannt. Weiterhin werden die besonderen Lebenslagen von Mädchen* und Jungen* und die sich daraus ableitenden Themenstellungen für die Praxis werden ausführlich erläutert.
Leitlinien: https://www.stuttgart.de/img/mdb/item/379176/50829.pdf

 

Abschlusstagung des Projekts MOVEMEN – Dokumentation

Am 19. Oktober 2018 fand in Berlin der Fachkongress „Bilanz & Ausblick. Flucht, Migration, Integration – Geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Flüchtlingen“ statt. Dies war gleichzeitig auch der Abschlusskongress des Projektes movemen – empowering male refugees.
https://movemen.org/de/wp-content/uploads/sites/2/2018/12/Abschlusskongresse-19.10.18_BfM_movemen_OffizielleDokumentation.pdf

 

Neue BZgA Broschüren für Jugendliche und Eltern zum Thema "Sexuelle Vielfalt und Coming-out"

Die Broschüren geben Informationen und Tipps rund um das Thema und sind Teil der BZgA-Kampagne LIEBESLEBEN. Die Kampagne informiert über Liebe, Sex und Schutz vor HIV sowie anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und gibt Hilfestellung im Umgang mit der eigenen sexuellen Orientierung. Ein Ratgeber für Jugendliche bietet Unterstützungbeim eigenen Coming-out und gibt viele Tipps, die dabei helfen können, die Entstehung von Vorurteilen zu verhindern. Ein weiterer Ratgeberwendet sich an Eltern andere Bezugspersonen und hilft unter anderem, mögliche Sorgen um die Zukunft des Kindes abzubauen.
https://www.liebesleben.de/fuer-alle/infomaterial/detail-ansicht/?tx_bzgashop_pi2%5BarticleNumber%5D=3115&tx_bzgashop_pi2%5BparentArticles%5D=0&cHash=fdde4abc2c83f4ede6bf8b1b62795043